Haltung

Zur Haltung

Die Vietnamesischen Kardinalfische sind, was deren Haltung angeht doch relativ anspruchslos:

Man kann sie in weichem wie auch in sehr hartem Wasser halten. Ob nun leicht sauer oder ein alkalischer PH Wert, sie kommen mit fast jedem Wasser zurecht.

Das einzige was man beachten sollte ist die Temperatur, über 26 Grad sollten sie nicht dauerhaft ausgesetzt werden.
Sie überstehen das, gerade im Sommer manchmal auch leider nicht vermeidbar.
Aber wohl fühlen sie sich wohl zwischen 18 und 24 Grad  Wassertemperatur.

Ich selber halte sie in einem unbeheizten Aquarium bei Zimmertemperatur, so habe ich um die 22 – 24  Grad warmes Wasser. das ganze Jahr über.
Ja, auch im Sommer, falls es mal zu Heiß wird kühle ich das Wasser mit einem selbstgebauten PC Lüfter über die Wasseroberfläche, so komme ich im schlimmsten Falle nie über 26 Grad.

Die Fakten

Herkunft: Vietnam

Temperatur: 18 –  24 °C
Geamthärte:  bis  30 dgH
PH Wert:                6,5 – 7,5
Größe: Im Schnitt nicht größer als 3cm.
Beckengröße: Da es Schwarmtiere sind, mindestens ein 60er Becken.

Die Aquarieneinrichtung

An die Einrichtung stellen sie nicht wirklich große Ansprüche. In Ihrem natürlichem Vorkommensgebiet leben sie in verkrauteten schnell fließenden Bachregionen.
So sollte auch das Aquarium eingerichtet werden.
Ich habe es so gelöst, das ich auf der rechten Seite eine schöne Wurzel mit einem Pflanzendickicht habe.
Die linke Seite ist zum größten Teil leer der Filteraustritt kommt von rechts hinter den Pflanzen gerichtet zur linken Seite.

Auf der linken Seite halten Sie sich auch am liebsten auf und warten ständig auf eine Leckerei, welche ja aus der Strömung kommen sollte.

Na gut, meistens kommt sie dann doch von links oben, da freuen sie sich aber mindestens genauso drüber.  🙂

Die rechte Seite wird auch häufig genutzt.
Gerade nach einem Wasserwechsel, verschwinden die einen oder anderen schon mal im Javamoos (Taxiphyllum barbieri ehem. Vesicularia dubyana), bzw. im Nixkraut  (Najas guadalupensis) und vergnügen sich dort.

Das Ergebnis ist dann spätestens eine Woche danach zu beobachten, oben unter der Wasseroberfläche schwimmen dann meistens ein bis 2 Jungfische.
Ob man bei der Größe schon von Fisch reden kann ist Ansichtssache, man könnte auch kleine leuchtende Striche sagen, den genauso sehen sie aus.

Zum Schutz dieser kleinen Racker und vielleicht auch für das Wohlbefinden der Elterntiere habe ich Schwimmpflänzchen im Becken, die kleine Wasserlinse (Lemna minor).

Beim Bodengrund kann auch eigentlich alles Aquarienübliche genommen werden.
Je Dunkler, je besser werden die Vietnamesischen Kardinalfische wohl zur Geltung kommen.

Ich habe Standard Kies drinnen, nicht Schneeweiß aber auch nicht Schwarz, die Farbe passt aber ganz gut.
Mein Ziel ist es eh, das sich die Sagittaria subulata (Das kleine Pfeilkraut)  irgendwann am ganzen Boden ausbreitet. dann ist der Bodengrund grün.  😉

80er-aquarium

80er aquarium

Futter

Die vietnamesischen Kardinalfische sind auch hier keine “ich brauche immer Lebendfutter” Spezialisten.
Ganz normales Trockenfutter nehmen sie gut an, dazu regelmäßig feinstes Frostfutter und die kleinen sind schon zufrieden.

Natürlich nehmen Sie auch kleinstes Lebendfutter an oder auch Granulat, aber eben alles passend für Ihre kleinen Mäuler.

Das Trockenfutter z.B. zerreibe ich immer zwischen den Fingern.

 

Vergesellschaftung mit anderen Bewohnern

Die Vietnamesischen Kardinalfische sind absolut friedfertig, selbst meinen Garnelennachwuchs haben sie bisher nicht beachtet.
Sie gehen ja auch nicht an die eigenen Jungfische, habe es zumindest noch nicht beobachten können.

Das mit dem Garnelennachwuchs konnte ich hingegen schon öfters beobachten.
Entweder ist meine Truppe blind oder eben so, wie ich es behaupte, gar nicht an Junggarnelen interessiert. Ich meine keine halbwüchsigen Garnelen sondern wirklich die kleinen durchsichtigen Babys.
Selbst wenn diese direkt neben dem Schwarm an den Blättern bzw. im Moos herumwuseln, meine Kardinälchen schwimmen da nur vorbei.

Mit größeren Fischen hatte ich sie noch nicht gehalten und kann daher nicht genau sagen wie es sich damit verhält.

Nun,  die kleinen sind schon sehr aufgeweckt und auch mir gegenüber seit Anfang an überhaupt nicht scheu.
Um unnötigen Stress zu vermeiden würde ich aber auch nicht allzu große Tiere dazu Gesellen.
Denkt einfach an die Größe, das sind wirklich zierliche kleine Geschöpfe, ein ausgewachsener Platy oder Molly ist da schon ein Brocken gegen.

Sonst passt alles was die Wasserparameter verträgt, vor allem die kühlere Temperatur.
Garnelen und Schnecken vertragen sich sehr gut mit den Fischen auch der blaue Antenennenwels (Ancictrus sp.) passt ganz gut.
Nur darf man nicht vergessen, Schnecken, Welse und Garnelen werden fast alle Eier finden die, die vietnamesischen Kardinalfische ablegen.
Bei mir kommen trotzdem Jungtiere durch aber eben immer nur ein bis zwei.

Wenn man sie in größeren Mengen aufziehen will dann muss schon etwas mehr getan werden, siehe hierzu den Reiter Vermehrung/Zucht.

23 Kommentare

  1. Hallo Lars,

    diese Seite ist ja super!! Sage mal, ich würde gerne für die Kita meiner Tochter das Aquarium neu machen. Da unser Berliner Wasser ja nicht besonders weich ist, fallen viele Fische (wie du´s beschrieben hast 🙂 ja schon weg. Deine vietnamesischen-Kardinalsfische sind wirklich ein Traum. kann man die wirklich im reinen Berliner Wasser halten ohne schneiden? Könnte man die Fische auch zusammen mit einem CPO Krebs halten? Die Fressen ganz gerne mal kleine Fische die sich zu nah am Boden aufhalten (z.B. beim schlafen) vor allem wenn die Fische nicht besonders schnell sind?

    Hättest du wieder welche Abzugeben? ich denke im Januar sollte das Becken fertig eingefahren sein und bereits mit den Schnecken ( der Tip ist wirklich gut) und 2 Krebsen versehen sein. In welchem Wasser hältst du deinen Garnelen denn? wenn die auch reines Berliner Wasser vertragen würden, würde ich ja glatt auch über diese Kombination nachdenken? vermehren sich deine Garnelen?

    Ich würde mich sehr freuen wenn du mir helfen könntest. Es wäre sehr hilfreich, wenn die Kita kein A.dest o.ä. schleppen muss und wenn das Aquarium dann noch mit Schnecken, Fischen und Krebs (oder vielleicht sogar Garnelen ) besetzt ist, wäre das super.

    Es handelt sich übrigens um ein 60er Becken.

    lg Jacqueline

    Antworten
    • Hallo Jacqueline,

      Du hast die richtigen Fische für das Kitabecken gefunden.
      Ich würde mir aber mehr sorgen um das Aquarium selber machen, nicht das da was gegen fliegt (Bauklotz etc) 🙂

      Mit den Fischen und dem Wasser gibt es jedenfalls nach meiner Erfahrung keinerlei Probleme, auch gibt es ja noch den großen Vorteil, das Ihr keine Heizung benötigt.
      Das spart wieder einiges an Energiekosten.
      Als Garnelen passen sehr gut die Red Fire Garnelen, diese bekommt Ihr relativ günstig. Auch hier passt das Berliner Leitungswasser.
      Fische habe ich leider in nächster Zeit keine abzugeben, vielleicht findet ihr bei E-Bay Kleinanzeigen private Züchter, die welche abzugeben haben.
      Mit dem Krebs weiß ich nicht, was ich Dir raten soll.
      Grundsätzlich finde ich es schade wenn die Fische als Futter herhalten müssten, andersrum will der Krebs ja auch was fressen.
      Nur stelle ich mir das in einem Kindergarten nicht gerade sehr schön vor, wenn die Kleinen mit ansehen müssen wie einer der Fische gerade vom Krebs gefressen wird.
      Vielleicht überdenkt Ihr das, wegen der Fische oder wenigstens der Kinder wegen?

      Ansonsten hört sich der Ablauf und der Plan gut an.

      Gruß
      Lars

      Antworten
      • Hallo Lars,

        vielen vielen Dank für deine schnelle Antwort. Habe heute mit der Kita gesprochen und wir werden das so machen.
        Ende Oktober wird das Becken neu aufgesetzt (mit dem Berliner Wasser) dann kommen nach 2-3 Wochen die Schnecken. Ende des Jahres die Garnelen (super Idee) und dann im neuen Jahr (Februar-März) die Fische (noch bessere Idee 😉 Sie waren ganz begeister von deinen Fischen. Solltest du bis dahin doch wieder Nachwuchs haben sind wir die dankbarsten Abnehmer (natürlich mit Bezahlung 🙂
        Hast du noch ein paar Tips bezüglich Bodengrund, Filter, Pflanzen und Wasseraufbereitung?
        Geplant ist jetzt das:
        Bodengrund: Substrat und Kies 0,5-2mm hell bis beige (also naturfarbend)Schichthöhe insgesammt c.a 7 cm
        Filter: HMF mit Moos bestückt dahinter Luftheberpumpe
        Pflanzen: 1-2 Moose zusätzlich , schnellwachsende Pflanzen (kannst du welch für hartes Wasser empfehlen)
        Wasser: also wenn ich das richtig verstanden habe, nehme ich das reine Berliner Wasser ?! 1 Tag stehen lassen und dann rein bzw. Wechsel. Für die Garnelen würde ich einen speziellen Garnelen Aufbereiter reintun ?!
        Düngung NPK + Volleisen sparsam und tgl. und Co2 würde ich über die Sera Tabs machen wollen (klappt bei mir ganz gut)
        Muss ich den pH Wert von unserem Wasser noch irgendwie drücken. Ich glaube wir sind ja fast bei 8 oder?
        Ach ich würde mich über Tips freuen!!
        LG Jacy

        Antworten
        • Hallo Jacqueline,

          der Ablauf hört sich vernünftig an, hat man nicht oft, das sich jemand vorher genug Gedanken macht.
          Ganz wichtig, nicht gleich die Tiere rein, auch wenn es nicht leicht fällt.
          Das machst Du aber Gedanklich schon richtig. Nur muss es nicht bis Februar/März dauern.
          Die Fische und Garnelen können nach gut 4 Wochen Einfahrzeit ins Becken, die Schnecken schon nach ein paar Tagen oder sagen wir einfach einer Woche.
          Als Bodengrund nehme ich ein fertiges Düngesubstrat und darauf Kies. Die Schichthöhe passt ganz gut,
          Der Filter passt auch. Kann ich allem nur zustimmen. Macht es genau so und es wird funktionieren.
          Zu den Wasserpflanzen, ich nenne Dir einfach mal die, welche ich in meinem 80er Becken habe und das mit Berliner Leitungswasser ohne extra Aufbereitung betrieben wird.
          Düngen tue ich mit Bio Co2 und JBL Ferro Tabs, bei mir reicht das, ich habe aber auch keine empfindlichen Moose oder anspruchsvollen Pflanzen in meinen Becken.
          Die Tägliche Düngung ist mit Sicherheit gut, mach das so.

          Nun zu meinen Pflanzen:
          Im Hintergrund habe ich eine Vallisneria (welche weiß ich nicht, da schon Jahrelang im Bestand) vermutlich Spiralis
          Desweiteren eine Nomaphila Siamensis.
          In der Mitte das Nixkraut-najas guadalupensis (Meine Lieblingspflanze, wächst sehr schnell und ohne Probleme)
          Etwas Javamoos – Taxiphyllum barbieri
          Im Vordergrund Sagittaria subulata
          und für die Mitte, einzeln stehend Echinodorus Bleheri und eine Cryptocoryne wendtii – Grüner Wasserkelch
          Diese Pflanzen gehen seit Jahren sehr gut ohne Heizung und in Berliner Wasser.

          Einen Garnelen oder Wasseraufbereiter verwende ich nicht, nur das Leitungswasser, etwas stehen lassen wie du schon schreibst passt ganz gut.
          Am PH Wert oder anderen Werten ändere ich nichts.

          Wenn Ihr dann einmal in der Woche bei einem 60er Becken einen 10 Liter Eimer Wasser wechselt und nicht zu viel Füttert werdet Ihr keine Probleme haben und könnt zusammen mit den Kleinen die Faszination Aquarium erleben.
          Viel Spaß wünsche ich euch.

          Gruß
          Lars

          Antworten
  2. Moin Lars,

    auf meiner Suche nach einer geeigneten Fischart bin ich auf Deine Seite gestoßen. Mein Weg bis hierher war ähnlich wie der, den Du für Dich beschreibst (Ausschlussverfahren bzgl. Wasserwerten, Handling, Größe, Garnelentauglichkeit). Und gefallen sollen sie natürlich auch.

    In den Vietnamesischen Kardinalfisch habe ich mich sofort verguckt, als ich ihn nun endlich gefunden habe. Bleibt für mich allerdings eine Gretchenfrage: gesucht habe ich nach einem Fisch, der den mittleren und oberen Bereich in meinem 60l-Cube nutzt. Beheimatet sind hier Zwerggarnelen (alle möglichen ausselektierten Tiere aus meinen zwei Artenbecken) und unten 4 Dornaugen. Ich denke, das wäre eine problemlose Kombination.

    Das Becken hat durch eine große Wurzel mit viel Javamoos im “Wipfel” und einen dichten Bewuchs im hinteren Bereich viele schattige Ecken und Verstecke. Ab Mitte ist es nach oben mow. frei beschwimmbar. Würde das reichen, um dem Bewegungsdrang der Kleinen gerecht zu werden?

    Es ist halt ein 60l-Cube und kein 60l-Standardbecken, d.h. die Grundfläche beträgt nicht die üblichen 60x30cm, sondern knapp 40x40cm (Höhe dafür 43cm = höher als das Standardbecken).

    Liebes Grüßle
    von der Bettina.

    Antworten
    • Hallo Bettina,

      ich denke das Becken sollte ausreichen, auch wenn es schon gut zugewachsen scheint.
      Die Fische schwimmen zwar schon gut herum, sie sind aber auch nicht ständig wie ein Zebrabärbling unterwegs.
      Oft stehen sie als Trupp auch nur in den Pflanzen während ein anderer Teil im Freibereich sein Runden dreht.
      Nur zur Fütterung wird es aufgeregter und alle sind am Futterplatz.
      Bei den Videos auf meiner Seite ist eines dabei, wo der ganze Schwarm immer hin und her schwimmt.
      Das liegt vermutlich nur daran, das es keine Versteckmöglichkeiten gibt und ist auch nicht die Regel.

      Mit den Dornaugen sollte es auch keine Probleme geben, die sind ja sehr friedlich.
      Schön das sie ansprichst, vor Jahren hatte ich sie auch mal.
      Sehr interessante Fische, welche ich mir auch nochmal zulegen werde.
      Muss gleich mal schauen wie die Bedingungen sind.

      Gruß,
      Lars

      Antworten
  3. Moin Lars,

    herzlichen Dank für Deine Antwort – dann kann es ja ernst werden 🙂 !

    Ich habe in den letzten Tagen das Internet sowie sämtliche Zoo-Geschäfte in der Gegend nach den kleinen “Vietnamesen” abgesucht. Was soll ich sagen: scheint schwierig zu sein. In natura war die Suche erfolglos: die üblichen Kardinäle sowie deren gelbe Zuchtform ja – die Micagemmae Fehlanzeige. Im Netz gibt es zwei Händler. Aber die Sache mit dem Versand macht mir echt Bauchschmerzen, zumal wenn ich die Händler so gar nicht einschätzen kann. Für Garnelen habe ich einen Online-Händler meines Vertrauens, bei Fischen sieht das mau aus.

    Nun denn, übe ich mich noch ein bissl in Geduld, denn Mitte November findet die “Animal”-Messe bei uns um die Ecke (Stuttgarter Messe) und Anfang Dezember die “Fisch & Reptil” in Sindelfingen statt. Ob ich da Glück habe???

    Und jetzt noch ein anderes Thema: was für Erfahrungen hast Du mit dem Einsetzen von Tanichthys micagemmae in ein schon von anderen Tieren bewohntes Becken gemacht (bei mir die Dornaugen und Garnelen)? Immer wieder liest man von gegenseitiger Keimanpassung in Quarantänebecken über mehrere Wochen. Wie empfindlich sind die Kleinen denn? Guppys z.B. sterben da ja schnell ‘mal wie die Fliegen weg (Altbesatz oder Neubesatz oder gar alle….).

    Grüßle
    von der Bettina.

    Antworten
    • Hallo Bettina,

      das stimmt die Kleinen sind eher selten anzutreffen.
      Ich habe leider auch nicht genug Nachwuchs um alle Anfragen zu bedienen, derzeit habe ich z.B. gar keine zum abgeben.
      Wahrscheinlich müsste ich mir langsam eine grössere Zucht aufbauen 🙂
      Das mit dem Versand klappt aber meistens ganz gut, ich habe auch schon welche über den Versand erhalten, hat gut geklappt.
      Theoretisch werden ja alle Wildfänge auch versendet und das noch über eine längere Zeit.
      Auch werden die meisten Zooläden über Versand bedient, Versand bedeutet ja nicht mehr wie im LKW transportieren.

      Mit Keimanpassungen habe ich ehrlich gesagt noch gar keine Erfahrungen.
      Meine Kardinäle kamen in bereits mit Garnelen besetzte Becken. Wenn dann hatte ich damals Probleme mit den Crystal Red Garnelen welche mir immer mal wieder weggestorben sind.
      Bis heute kenne ich den richtigen Grund nicht, mit Fischen egal welcher Sorte, hatte ich da noch nie Probleme.
      Ist natürlich keine allgemeingültige Aussage. Ich wünsche Dir auf jeden Fall das auch Du bzw. die Fische davon verschont bleiben.
      Gruß
      Lars

      Antworten
  4. Moin Lars,

    jetzt nochmal “Butter bei die Fische” (auch wenn meine letzte Antwort bzw. eher Nachfrage noch nicht frei geschaltet ist):

    Wie viel T. micagemmae sollte ich denn idealerweise in meinen 60l-Cube setzen? Und welches Geschlechterverhältnis empfiehlt sich dabei? Bei den Guppys z.B. muss man ja sehr auf einen Weibchenüberschuss bedacht sein. Gilt das auch für die Kardinälchen? Oder ist das den Tieren im Miteinander schnuppe?

    Danke schon einmal für Deine Hilfe!

    Grüßle
    von der Bettina.

    P.s.: Da ich auch Fotografin aus Leidenschaft bin, kann ich Dich / Deine Homepage gerne immer ‘mal mit ein paar schönen Fotos unterstützen, wenn die Kleinen erst einmal hier bei mir im Becken schwimmen. Mein Archiv wird sich auf jeden Fall füllen 😉 !

    Antworten
    • Da war ja noch ein Kommentar von Dir …

      Butter bei die Fische ist gut 🙂 , Mein Tipp wäre bei 60 Litern 8-10 Stück.
      Das Verhältnis der Geschlechter, hier empfiehlt es sich wie bei den Guppys mehr Weibchen als Männchen zu nehmen.
      Nicht weil die Männchen zu viel die Weibchen treiben, wie es bei den Guppys ja der Fall ist.
      Der Grund ist eher der Beckengröße geschuldet, Die dominanten Männchen beanspruchen ja einen kleinen Bereich für sich, meistens im Freiwasserbereich.
      Die Weibchen sind natürlich gerne gesehen, nur andere Männchen nicht.
      Hast Du jetzt zu viele Männchen werden die meisten sich im Pflanzendickicht aufhalten.
      Ab und an kommt mal einer und versucht dem Platzhirsch das Revier streitig zu machen, dabei sind dann die tollen Schaukämpfe zu beobachten.
      Später wenn sich Nachwuchs einstellt wird das Verhältnis eh geändert, für den Anfang würde ich es aber erst mal mit dem Weibchenüberschuss versuchen, du siehst dann einfach mehr Fische.

      Das mit den Bildern würde mich auf jeden Fall freuen, ich könnte mir auch eine Usergalerie vorstellen wo jeder der mag sein Aquarium vorstellt und so wie du ein paar Bilder beisteuert.
      So bekommen auch andere Interessierte mal einen Überblick wie andere Halter die kleinen Unterbringen.
      Ich werde mal schauen was ich hier basteln kann.
      Ich wünsche Dir aber erstmal viel Erfolg auf den Messen, das Du dort fündig wirst.

      Gruß,
      Lars

      Antworten
  5. Moin Lars,

    herzlichen Dank für Deine Antworten – das hilft bestimmt nicht nur mir weiter!

    Meine Vorfreude steigt immer mehr! Ich habe heute schon einmal ein paar Muschelblumen via eBay gekauft, damit sich die Kleinen auch unter der Wasseroberfläche wohl fühlen und evtl. Nachwuchs es im Wurzelwerk schön kuschelig hat.

    Wenns auf den Messen nicht klappt, dann werde ich wohl doch einen Versuch wagen, die Fische zu bestellen (3m7w, falls man das beim Händler überhaupt so angeben kann).

    Melde mich wieder.

    Grüßle
    von der Bettina.

    Antworten
  6. Hallo Lars,

    ich vielleicht kannst du mir weiterhelfen. Für mein geplantes Aquarium habe ich Wasserpflanzen von privat gekauft. Über die mitgereisten Schnecken habe ich mich sehr gefreut. Allerdings entdeckte ich am letzten Wochenende ein Fischbaby in dem Eimer, wo ich einen Teil der Wasserpflanzen zwischengelagert habe. Den Verkäufer habe ich kontaktiert, er meinte es könne nur ein Kardinalsfisch sein.
    Nun schwimmt der Kleine ersteinmal in meiner Schneckenvase, die filterlos betrieben wird und ca. 10l fasst.

    Beim Googeln habe ich herausgefunden, das die Tiere viel schwimmen und nicht in Becken unter 60l gehalten werden sollten. Kannst du das so bestätigen? Ich habe nämlich nur ein 38l-Becken (45*28*30cm) und das wäre dann zu klein. Also müsste ich schauen, das ich den Lütten irgendwo unterbringe wo er artgerecht gehalten werden kann.

    Vielen Dank für deine Hilfe!
    M.

    Antworten
    • Hallo,

      jetzt antworte ich so spät, da wird der Kleine vermutlich schon etwas gewachsen sein.
      Grundsätzlich sollte es kein Problem sein einen Kardinalfisch in dem Aquarium zu halten.
      Die Wassermenge und der wenige Platz finde ich grenzwertig, was aber eigentlich schlimmer ist, das er ja ganz alleine ist.
      Eine kleine Gruppe sollte es schon sein, so min. 6-8 Fische.
      Dann ist das Aquarium aber wirklich zu klein, von daher würde ich Dir eher zu einem größerem Aquarium raten.
      Wenn das nicht geht, würde ich den Fisch dem Wasserpflanzenverkäufer zurückbringen.

      Gruß,
      Lars

      Antworten
      • Hi Lars,

        danke für die Antwort. Mittlerweile ist “die” Kleine ca. 2cm gross und schwimmt im 38l Becken. Sie jagt aktiv nach sinkendem Flockenfutter was ich ihr immer noch extra klein brösel.

        Heute bekommt sie kleine Wasserflöhe, frisch vom Zooladen. Ausserdem zieht noch ein kleiner Schwarm Pandawelse ins Becken.
        Ich denke, wenn die Kleine 3cm gross ist, werde ich mich nach einem neuen Zuhause für sie umsehen.

        Ganz lieben Dank für deine Antwort!
        M.

        Antworten
  7. Hallo Lars,
    kann man die Fische in einem offenen 60l Cube halten oder springen sie gerne?
    Viele Grüße
    Claudia

    Antworten
    • Hallo Claudia,

      Ich selber habe sie noch nie dabei beobachten können, selbst aus dem offenen Keilbecken sind sie damals nicht raus gesprungen.
      Das heißt aber nicht das es nie passieren könnte, vielleicht wenn sie sich erschrecken oder so. Normalerweise aber eigentlich nicht.

      Gruß,
      Lars

      Antworten
  8. Hallo Lars,
    ich halte seit gut 2 Jahren die vietnamesischen Kardinälchen in einem 120 L Becken mit Garnelen, Schnecken und Otocinclus negro (paraguensis). Ich hatte mich für die Fiche entschieden, da es in der Zoohandlung hieß, dass man es nicht schaft, sie in einem normalen Aq zu vermehren. Meine hatten ständig Nachwuchs, den ich nicht wollte 8zu viele Fische im Becken, ständig um die Abgabe kümmern….). Nun habe ich mich von allen Männchen getrennt, aber die 10 Weibchen verstecken sich seit dem nur noch – also ist das auch keine Lösung. Gibt es Einzel-/Paar-Fische, mit denen ich vergesellschaften könnte, die mir den Nachwuchs kurz halten? Ich würde gerne wieder Männchen dazu setzen…..
    Lg Jutta

    Antworten
    • Hallo Jutta,

      bin leider wohl zu spät dran mit meiner Antwort, deine Frage lag im Spamordner, wo ich sie erst heute rausgefischt habe.
      Was ich nur nicht verstehe, bei mir vermehren sie sich ja auch, nur eben nie zu viel, ab einer gewissen Populationsdichte war Schluss mit Nachwuchs.
      Ich weiß nicht wie du das jetzt gelöst hast, ich selber würde sofort an kleine Barsche denken, je nach Wasserparameter entweder Schneckenbuntbarsche oder Schmetterlingsbuntbarsche.
      Die sollten einen Großteil der Jungfische finden.
      Wenn das jetzt für den einen oder anderen grausam klingt, so ist es doch auch nur natürlich, in freier Wildbahn geht es auch um Fressen und gefressen werden.

      Gruß
      Lars

      Antworten
      • Hallo,
        Ich halte die vietnamesischen Kardinäle jetzt seit Oktober vergangenen Jahres gemeinsam mit Perhuhnbärblingen und Amanogarnelen in einem 350 Liter Badeparadies. Die Kombination passt super zusammen, da die scheuen Perhühner durch die aufgeweckten Kardinäle viel häufiger zu sehen sind. Auch sind die Kardinalfische sehr lernfähig und haben sich von den Perlhuhnbärblingen schnell abgeschaut dass es auch ab und an mal am Boden etwas fressbares gibt. Ab und an schwimmt mal eine freischwimmende Larve im Aquarium, die aber schnell von den Perlhuhnbärblingen gefressen wird, d.h. es gibt keinen unerwünschten Nachwuchs. Mittlerweile habe ich mir ein Zuchtbecken für die vietnamesischen Kardinalfische eingerichtet, allerdings kein Keilbecken. Es scheint auch ohne prima zu funktionieren, da sie ja nicht an ihren eigenen Nachwuchs gehen. Das Zuchtaquarium läuft jetzt allerdings erst seit gut 1 1/2 Wochen, von daher kann ich leider keine Aussage dazu treffen ob das weiterhin gut geht. Bin derzeit intensiv am Beobachten und dokumentiere mit Fotos und Videos die Entwicklung der kleinen “Kommas” 😉
        An dieser Stelle nochmal vielen Dank für diese tolle Internetseite, ohne die ich vermutlich nie auf diese super schönen Tiere aufmerksam geworden wäre!!

        Antworten
  9. Hallo Lars, erstmal ein Kompliment für die schöne Seite! Wir haben unser Aquarium seit Anfang Oktober 2016 und seit Mitte November haben wir 5 Kardinäle und 6 Garnelen und etliche Blasen- Posthorn- und Turmdeckelschnecken. Soweit so gut, den ersten Urlaub zu Weihnachten hat die Truppe auch gut überstanden und jetzt sei ca 10 Tagen sterben mir bei Top Wasserwerten 2 Fische und 2 Garnelen. Die restlichen Garnelen verhalten sich normal, aber die überlebenden Fische stehen im Wasser und zucken mit den Flossen. Mittlerweile schwimmen sie auch mal wieder umher, aber Futter wird weiterhin verweigert. Hast du eine Idee, was das sein könnte? Danke und liebe Grüße,
    Sibille

    Antworten
  10. Hallo,
    tolle Seite über diese tollen Fische! :o)
    Ich überlege, ob ich auch welche in mein 54 Liter Garnelenbecken einziehen lassen werde.
    Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob 60X30X30 nicht zu klein ist für diese lebhaften Fische.
    Möchte nicht aus purem Egoismus Tiere halten, für die es dann am Ende nur eine Quälerei wäre?

    Antworten
  11. Hallo Lars,

    gibt es denn eine Regel, wie die Kardinälchen geschlechtsmäßig durchmischt sein sollen? Und was wäre ein guter Anfangsbesatz bei einem 250-Liter-Becken mit Amanos, Yellow Fire Garnelen und diversen Schnecken (hauptsächlich TDS)? Ziel wäre, daß sich die Bestände der Yellow Fire und der Kardinälchen grob erhalten, sprich, sie dürfen sich vermehren, idealerweise aber nicht explosionsartig 🙂

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Nicole

    Antworten
    • Hallo Nicole,

      da gibt es keine Regel würde ich behaupten, ist natürlich ruhiger wenn weniger Kerle da sind.
      Allerdings wird man eh kein “optimales” Verhältnis hinbekommen, spätestens wenn sie sich vermehren, kommt halt das was kommt.
      Bei 250 Liter kannst Du schon 20-30 Stück nehmen, es würden aber auch 10 reichen, könnte nur etwas verloren aussehen 🙂
      Sie werden sich auch nicht zu stark vermehren oder anders gesagt ich hatte immer das Gefühl es pendelt sich auf den gebotenen Lebensraum ein.

      Viel Spaß mit den Kardinälchen.

      Gruß
      Lars

      Antworten

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