Erfolgreiche Algenbekämpfung mit Schnecken.

 

Ja ich weiß, man soll die Ursachen bekämpfen und nicht die Symptome.
Bevor man mich in der Luft zerreißt, wie man solch einen Tipp geben kann, sollte man vielleicht erst weiterlesen, evtl. kann man mein Vorgehen verstehen oder besser noch, es sogar gut heißen ?

Wer hier schon meine Zeilen verfolgt hat, wird gemerkt haben, das ich nicht gerade erst mit der Aquaristik begonnen habe.
Auch wenn ich jetzt schon über zwei Jahrzehnte dabei bin und auch diese Seite ins Leben gerufen habe, macht es mich nicht zu einem Profi vielleicht aber doch, kommt immer darauf an, was einen Profi ausmacht?

Ich selber würde mich als versierten Aquarianer bezeichnen.

Trotzdem passierte es auch mir “trotz der ganzen Erfahrung” das ich Algenprobleme bekomme habe.
Ich kenne bzw. hatte bisher nur 2 störende Algen, das wären einmal die Fadenalgen, sehr nervige Vertreter und zum anderen Pinselalgen.
Vor den Fadenalgen habe ich allerhöchsten Respekt. Wer die einmal hat oder hatte, wird wissen welchen Schaden sie anrichten können.
Das schlimme dabei, bis man sie los ist dauert es lange, so zumindest meine Erfahrungen.
Mein großes 240 Liter Becken hatte ich mal einen großen Teil mit Javamoos bepflanzt. Ich weiß nicht was der Auslöser war, obwohl alle Parameter gleich geblieben sind, hatte ich nach ca. einem Jahr eine regelrechte Fadenalgen-Plage die mir das ganze Becken zunichte gemacht hat. Da dort meine Crystal Red Garnelen lebten konnte ich auch keine chemische Keule in Form von Anti – Algenmittelchen einsetzen.
(Grundsätzlich mag ich aber auch keine Chemie in meinen Becken.)
Das Ergebnis, das ganze Becken musste leer geräumt werden, es wurde auch nie wieder so schön 🙁

Wenn man ein Aquarium hat welches einem keine Freude bereitet, dann macht man davon auch keine Fotos, daher kann ich euch das Drama leider nicht zeigen.
(Ich wusste ja damals noch nichts von den vietnamesischen Kardinalfischen und dieser Seite hier)
Ich habe aber noch ein Foto aus besseren Tagen zum Ende hin war noch mehr Moos im Becken, bis die Fadenalgen kamen.

 

 

240-liter-aquarium

 

Die Pinselalgen sind sind nicht weniger störend, nur kann man sie besser kontrollieren und in Schach halten.

Nur wo die einmal sitzen bekommt man sie schwer wieder ab und überhaupt, als ich sie mal hatte half irgendwie gar nichts mehr, egal wie viele Wasserwechsel, CO2 Zugaben, weniger füttern, Lichtdauer beschränken und was es sonst noch alles für Tipps gibt, um den Pflanzen die Möglichkeit zu geben sich gegen die Algen zu behaupten.
Den Pflanzen hat das alles gefallen die sind auch prächtig gewachsen, nur die Algen waren halt auch da.
Von den Pflanzen als solches hat man sie gut runter bekommen aber auf Holz und Steinen fühlen die sich ja noch viel wohler, auch mein Bodengrund war leicht bedeckt, irgendwie unansehnlich.
Mittlerweile gibt es ja auch anti Algenmittelchen welche wohl auch Garnelen vertragen, aber das ist nicht mein Ding. Ich will ja nicht immer irgendwas ins Becken kippen müssen wo ich auch nicht weiß ob es nicht auch den Pflanzen oder vielleicht den Tieren Schaden könnte, vielleicht nicht sofort, aber evtl. Auf Dauer.

 

Algenbekämpfung mit Schnecken.

Nun gut, also die natürliche Methode. Das Schnecken gerne Algen verputzen wissen die meisten bestimmt.
Aber entweder schaffen sie nicht so viele oder ihnen schmecken nur Grünalgen. An Pinselalgen gehen die jedenfalls irgendwie nicht, oder man bräuchte ganz viele, nur wer will das schon? Angenommen 500 Posthornschnecken futtern mir das Aquarium sauber, dann hätte ich ein Schneckenproblem, kann also auch nicht die Lösung sein.

algen-rennschnecke

Algen-Rennschnecke – Neritina pulligera

Da bin ich auf eine Schnecke gestoßen, welche sich nicht unkontrolliert vermehrt und man höre, die liebt sogar Pinselalgen.
Ich konnte es ja erst nicht so recht Glauben, aber es stimmt, ich habe mir daher für mein 80er Becken, fünf dieser Schnecken besorgt und nach ca 3 Monaten waren alle Pinselalgen verschwunden und sind es bis heute.

 

Pinselalgen-am-Holz

Pinselalgen vor allem am Holz

 

Nach 3 Monaten war der Spuk vorbei.

Algenrennschnecke-Ergebnis

 

Und wie ich schon oben geschrieben habe, ich habe leider keine richtigen Fotos von meinem “Algenbecken”,  o.K. es war ja auch nicht das ganze Becken, mehr der Bodengrund und vor allem die Wurzel.
Am oberen Bild kann man glaube ich gut erkennen, was mein Problem war, man konnte die Pinselalgen zwar abzupfen, aber richtig ging das nicht.

Erst der Einsatz der Schnecken hat das Problem gelöst.

Sicherlich habe ich nicht die Ursachen als solches bekämpft aber wenn man gefühlt alles richtig macht, ist das mit Sicherheit der bessere Weg. Den Tieren schade ich nicht und ich muss keine Chemie anwenden, auch sonst muss ich nicht stundenlang an meinem Aquarium rumdoktern und so alles vielleicht noch schlimmer machen.
Es ist ja nicht so, das ich die Schnecken reinsetze und ich jetzt nichts mehr am Aquarium tun muss.
Im Gegenteil alles bleibt genauso gut wie bisher, ich mache regelmäßige Wasserwechsel, dünge ausreichend und alles wächst und gedeiht , die Pflanzen, die vietnamesischen Kardinalfische, meine Red Fire Garnelen aber eben keine Pinselalgen.

Eine Sache ist mir noch wichtig, ich habe bei 2 Aquarien bis jetzt mehr Algen gehabt als mir lieb waren, keine Ahnung warum, aber das waren in 22 Jahren Aquaristik auch die Einzigsten.
Sonst hatte ich wahrscheinlich einfach Glück oder so wie ich mich um die Becken gekümmert habe (siehe Tipps unten) ist es schon ganz gut, wer weiß?

Was ich noch nicht erwähnt habe, Ihr müsst keine Schneckenplage befürchten, die Algen-Rennschnecke legt zwar Eier,  aber die schlüpfenden Larven benötigen Meer bzw. Brackwasser zum weiterentwickeln.
Und warum die Neritina nun Rennschnecke genannt wird, könnt Ihr sehr gut beobachten. Sie legt ein ordentliches Tempo vor, dabei frisst sie unermüdlich, die Scheiben und die kompletten Dekogegenstände, alles wird blitzblank sauber.

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Zum Schluss aber auch mahnende Worte, wenn Ihr ein Aquarium betreibt welches nicht gepflegt wird, werden die Schnecken zwar gut die Algen in Schuss halten können, aber auf Dauer werdet weder Ihr, noch die darin lebenden Tiere glücklich werden.

Eine kleine Liste von Fehlern die zu vermeiden sind, wenn man sich an diese Punkte hält, hat man meistens keine Sorgen mit Algen.

  • unregelmäßige Wasserwechsel (mein Tipp: 1 x die Woche aber nicht zu viel 10% – 20 % des Aquariumvolumens reichen, bei einem 60er Becken einen 10 Liter Eimer, als Anhaltspunkt. )
  • zu wenig schnellwachsende Pflanzen (mein Tipp: Nixkraut, Najas guadalupensis )
  • an sich, zu wenige Pflanzen, 50 % des Beckens könnten schon Bepflanzt sein
  • zu viele Tiere, in Kombination mit dem vorigen Punkt sehr schlecht
  • schlechte Filterung, ein Filter sollte am besten überdimensioniert sein, nicht die förderbare Wassermenge sondern das Volumen sind hier ausschlaggebend
  • zu viel Futter
  • übertriebene Düngung
  • gar keine Düngung, gerade CO2 finde ich sehr wichtig
  • Schlechte Beleuchtung, alle 1-2 Jahre auch mal die Röhren wechseln (mein Tipp: wenn Ihr 2 Leuchtstoffröhren in der Abdeckung habt, dann wechselt immer erst eine und dann im nächsten Jahr die andere)

Wenn das alles beachtet wird, die Pinselalgen aber nicht weg gehen, dann versuch die Schnecken.

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