Es gibt Aquarienfilter in verschiedenen Ausführungen, entweder als Außenfilter oder Innenfilter.
Beide Varianten haben ihre Vorteile und auch Ihre Berechtigung. 

Ich will versuchen euch die mir bekannten Modelle vorzustellen und euch bei eurer Entscheidung helfen, welchen Filter ihr verwenden könnt.

Warum ein Aquarienfilter wichtig ist.

Ohne Filter ist es kaum möglich ein Aquarium zu betreiben.
Ein Aquariumfilter sorgt nicht nur für klares Wasser, die Hauptaufgabe ist, der Filter ist Lebensraum für Bakterien bzw. Mikroorganismen.
Diese Bakterien ernähren sich von den Abbauprodukten der Tiere und Pflanzen in einem Aquarium.
Die teils gefährlichen Abbauprodukte, in der Regel Ammoniak werden durch die Bakterien in weniger gefährliche umgewandelt (Nitrat).
Der genauere Weg wäre, durch Ausscheidungen, Pflanzenresten etc. entsteht Ammonium, welches durch Bakterien zu Ammoniak gewandelt wird, was schon giftig ist.
Daher gibt es andere Bakterien welche das Ammonium/Ammoniak in Nitrit umwandeln. Jetzt ist Nitrit in höherer Konzentration aber auch giftig, daher gibt es noch die für uns guten Nitrobacter Bakterien welche das giftige Nitrit in das ungiftige Nitrat umwandeln.

Daher ist die Oberfläche welche zur Ansiedlung der Bakterien ein Filter bereit stellt und nicht die Geschwindigkeit bzw. die Literzahl welche ein Filter an Wassermenge befördern kann, entscheidend.
Was für ein Satz 😉

Habt ihr einen Filter mit sagen wir mal 1000 Liter die Stunde Förderleistung und einen Filterbehälter mit 2 Litern Größe.
Und einen zweiten Filter mit 500 Litern die Stunde Förderleistung und einen  Filterbehälter von 5 Litern Größe, dann wäre der zweite Filter obwohl er nur die Hälfte an Leistung hat, für mich die bessere Wahl.

Ganz einfach deshalb, da aufgrund des größeren Filterbehälters die Menge an Filtermaterial ja auch größer ist.
Und daher auch die Menge der “guten” Nitrobacter Bakterien.
Der Filter mit den 1000 Litern in der Stunde bekommt das Aquarium schneller von Schwebeteilchen befreit, aber der mit dem größeren Behälter sorgt für lange Zeit dafür, das mein Aquarium stabil läuft.
Die Schwebeteilchen bekommt er natürlich auch schnell weg, das Wasser ist also genauso klar.

Die Innenfilter für das Aquarium.

Innenfilter haben mich jahrelang begleitet, der Grund war eigentlich, das ich am Anfang meiner “Aquarianerkarriere” einen auslaufenden Außenfilter hatte.
Seitdem hatte ich schlichtweg Angst das mir das nochmal passieren könnte.
Damals ist nicht viel passiert, da ich es schnell bemerkt habe. Wenn ich mir aber vorstelle das Wasser wäre weiterhin ausgelaufen. Absoluter Horror für mich.
Das ist eine Sache auf die ich mich einfach verlassen muss.

Von daher hatte ich halt immer nur Innenfilter in meinen Aquarien. Jetzt 20 Jahre später schwöre ich auf- und vertraue Außenfiltern, ganz einfach weil sie über die Jahre besser und sicherer gemacht wurden.
Das merkt man auch, wenn man einen alten Markenaußenfilter mit einem neuen Modell vergleicht, alleine der Luxus mit der Absperrfunktion für den Wasserlauf ist schon genial. Auch sind die Schlauchanschlüsse wesentlich vertrauens-erweckender, so das es eigentlich keinen Grund mehr gegen einen Außenfilter gibt.

Aber bleiben wir erstmal bei den Innenfiltern hier gibt es verschiedene Varianten, am bekanntesten sind wohl die klassischen, zum ins Aquarium hängen.

Die Vorteile:

  • In den meisten Fällen günstiger wie Außenfilter
  • keine Schläuche außerhalb des Aquariums, somit keine Gefahr von austretendem Wasser
  • In der Regel nahezu geräuschlos
  • Wenig Stromverbrauch
  • man benötigt keinen zusätzlichen Platz unter dem Aquarium, wie für einen  Außenfilter
  • geben Ihre Wärmeenergie vollständig ans Wasser ab und sparen so Heizkosten
  • gut für Nanoaquarien geeignet
Die Nachteile:
  • nehmen Platz im Aquarium weg
  • Nicht schön anzusehen im Aquarium
  • Beim herrausnehmen zum Reinigen geht wieder viel Dreck ins Aquarium
  • nur wenig Filterfläche
  • müssen öfters gereinigt werden 
Grundsätzlich sind Innenfilter nicht verkehrt, nur würde ich heutzutage eher zu Außenfiltern raten.
Wer aber aufgrund der oben genannten Vorteile unbedingt einen Innenfilter verwenden möchte, dem würde ich gerne mit folgender Liste ein paar Modelle empfehlen wollen.
Es gibt sehr viele Modelle, ich habe euch nach Bewertungen und meiner Meinung die wohl passenden bereits ausgesucht.
So spart ihr euch das suchen und stundenlange recherchieren. Für Nanoaquarien bis 30 Liter empfehle ich euch den Nano Eckfilter der Firma Dennerle.

 

Der Nano Eckfilter von Dennerle, für Aquarien bis 30 Liter:

6,54 EUR
Dennerle 5925 Nano Eckfilter
257 Bewertungen
Dennerle 5925 Nano Eckfilter
  • Energiesparend
  • Leistungsstark, leise, kompakt
  • Sicher für Garnelen und Krebse

Letzte Aktualisierung am 24.06.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Der Dennerle Eckfilter passt hervorragend für kleine Aquarien bis 30 Liter, der Hersteller gibt 40 Liter an. Ich gehe immer etwas skeptischer ran, und so klein wie der Filter ist, denke ich, mit bis zu 30 Litern liege ich ganz gut. Es gibt aber noch eine Filtererweiterung, mit dieser könnte man dann schon bis 40 Liter gehen.

Dieser kleine Innenfilter verbraucht gerade einmal  2 Watt und hat laut Hersteller einen Durchfluss von maximal 150 Liter Wasser in der Stunde.
Die Filteroberfläche ist bedingt durch die Baugröße nicht riesig, aber für Aquarien um die 10 Liter wird es wohl nichts besseres geben, zumindest habe ich noch keine vernünftige Alternative gefunden.
Garnelenhalter wird es freuen, denn der Filter soll wohl Einsaugsicher sein. (Ein kleines Fließ davor geklemmt und auch die Babygarnelen sind geschützt) Dabei kann er schnell und einfach gereinigt werden.

  • kann stehend oder liegend verwendet werden
  • verschwindet kaum Sichtbar in eine Ecke des Aquariums
  • Leistungsaufnahme nur 2 Watt
  • max. Pumpenleistung von 150 L/H
  • schnelle und einfache Filter Reinigung
Anbei noch ein sehr ausführliches Video, toll gemacht Dennerle:

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Mein erster Innenfilter Tipp für Aquarien von 40 bis 100 Liter, der Fluval U2:

26,59 EUR
Fluval Innenfilter U2 für Aquarien bis 110 L
167 Bewertungen
Fluval Innenfilter U2 für Aquarien bis 110 L
  • Leistung: 6 Watt
  • max. Durchflussleistung: 400 l/h
  • für Aquarien bis: 110 l

Letzte Aktualisierung am 24.06.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Ich hatte früher schon Innenfilter von Fluval, das sind gute Filter. Dieses Modell ist aber neu  und hat eine interessante Technik an Bord. Der Filterauslass ist nicht nur nach oben gerichtet.  Man kann auch den mittleren und unteren Wasserbereich mit Wasserströmung versorgen. Auch kann, wer es benötigt direkt Sauerstoff mit dem Wasser eingebracht werden.
Gefiltert wird über 3 Stufen bzw. Kammern, in der ersten Kammer befindet sich Schaumstoff, in der zweiten Aktivkohle und in der letzten Kammer Biomaxx, ein Filtermedium, das gerade für die Biologisch wertvollen Microorganismen geeignet ist.  Mit 6 Watt Stromaufnahme ist er bei einer Leistung von 400 Litern Wasser die Stunde doch recht sparsam. Ganz wichtig zu erwähnen, der Filter ist absolut geräuschlos, somit optimal für ein Schlafzimmeraquarium geeignet. 

Anbei ein Video, welche den Filter Fluval U1 bis U4 gut erklärt. (leider nicht auf Deutsch)

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Mein zweiter Innenfilter-Tipp, für Aquarien von 40 – 100 Liter, der Eheim Aquaball 130:

 

UPDATE: April 2014 – Der Eheim Aquaball wurde verbessert und heißt jetzt Eheim Biopower.

7,18 EUR
Eheim 2411020 biopower 160 Innenfilter mit Vorfilterpatrone und SUBSTRAT pro
103 Bewertungen
Eheim 2411020 biopower 160 Innenfilter mit Vorfilterpatrone und SUBSTRAT pro
  • EHEIM Aquarium Innenfilter 2411 biopower 160
  • Der erste Innenfilter in Außenfilter-Technik
  • Eheim Artikel

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Es gibt auch den Aquaball 60 Filter, dieser ist mir jedoch vom Filtervolumen (180ml) etwas zu klein, für Aquarien bis 100 Liter. Auch ist nur ein Korb vorhanden.
Daher würde ich gleich zum Aquaball 130 raten, dann ist man für diese Aquariengrößen besser gerüstet, auch weil schon ein zusätzlicher Korb dabei ist. Das Filtervolumen beträgt dann ungefähr 320 ml.
Das Merkmal der Aquaball Filter ist, das der Wasseraustritt in Höhe sowie zur Seite neigbar ist, somit kann man eine vernünftige Strömung ins Aquarium bekommen, so wie man sie möchte.
Gerade auch um eine gute Oberflächenbewegung ins Aquarium zu bekommen sehr hilfreich.
Das besondere Highlight sind aber die Filterkörbe, diese können einfach erweitert werden, So kannst du spielend leicht das Filtervolumen erhöhen.
Das ist auch bei der Reinigung von Vorteil, du musst nicht alles auf einmal reinigen. Reinige in einer Woche einen Korb und beim nächsten Reinigungsintervall den anderen, so bleiben immer genügend Bakterien im Filtermaterial.
Auch werden aufgrund der Bauart die Filtermaterialien von allen Seiten mit angesaugtem Wasser durchspült. Dadurch sind die Filter nicht so schnell zu und man braucht nicht so oft reinigen
Dazu ist er selbstverständlich sehr leise, also auch hier sehr gut für Schlafzimmeraquarien geeignet.

Anbei wieder ein Video für euch wo das alles nochmal gut erklärt wird.

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Das waren auch schon meine Tipps für Aquarieninnenfilter, jetzt fragt ihr euch bestimmt was mit Aquarien ab 100 Litern ist, welchen Filter würde ich da empfehlen?
Ganz klare Antwort, wenn es möglich ist, einen Außenfilter. 

Folgt mir zu den Empfehlungen für Außenfilter —>

Sollte es nicht möglich sein, dann verwendet einfach von den vorgestellten Innenfiltern die größeren Modelle entweder vom Fluval oder vom Eheim, bei beiden gibt es auch jeweils als größere Modelle für größere Aquarien.

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