Ihr lest richtig, es ist  eigentlich gar nicht so schwierig. Wenn man sich erst einmal damit befasst und einige Dinge beachtet kann jeder ein Aquarium betreiben.
Den ersten wichtigen Schritt habt ihr gemacht, ihr informiert euch, sonst würdet Ihr meine Zeilen ja nicht lesen 😉

Ich persönlich versuche die Aquaristik so einfach wie möglich für mich zu gestalten, aber so, das es den Tieren und Pflanzen an nichts mangelt.

Das fängt beim Wasser an, ich verwende das ganz normale Leitungswasser ohne Zusätze wie Wasseraufbereiter oder ähnlichem.
Dabei will ich Wasseraufbereiter nicht schlecht machen, wer sich sicherer damit fühlt kann das gerne verwenden, es wird den Tieren wohl nicht schaden.
Gerade bei Verdacht auf Chlor im Trinkwasser machen die Wasseraufbereiter sinn, da sie unter anderem Chlor binden können.
 

Wenn Ihr nun auch ohne das Wasser besonders aufzubereiten euer Leitungswasser nehmen wollt, müsst Ihr nur schauen ob die gewünschten Fische und Pflanzen  auch dazu passen.
Ich habe hier in Berlin im Durchschnitt folgende Werte KH 12 /GH 20 = ist schon sehr hartes Wasser, einen PH Wert von 7,5 und einen  Leitwert von ca. 800 µS/cm.

Somit habe ich ein Wasser in dem ich nicht jeden Fisch halten kann, wenn ich es so verwenden will.

Der Schmetterlingsbuntbarsch ist ein sehr schönes Tier, würde ich den aber haben wollen, müsste ich mein Wasser extra aufbereiten. Ich meine hier kein Wasseraufbereitungsmittel.

Nein, ich müsste das Wasser viel weicher bekommen, das geht natürlich mit einer Umkehrosmoseanlage oder Austauscherharzen,  ist aber dann nicht mehr „Einfach“.
Also verzichte ich auf diese Fische und suche mir für meine Wasserwerte passende Fische.
In meinem Fall der Vietnamesische Kardinalfisch, es gehen natürlich noch sehr viele andere Fische, wie Guppys, Platys, Mollies, verchiedene Barscharten etc.

Wollt ihr also einen bestimmten Fisch in eurem Aquarium haben, dann informiert euch über deren Ansprüche.
Es bringt auch nichts es zu „versuchen“, wenn der Fisch mit dem Wasser nicht zurechtkommt, wird er kränkeln und wahrscheinlich daran sterben.
Vorher werdet Ihr aber mit Sicherheit, sehr viel Geld und Zeit aufbringen um die Fische zu „retten“.
Da werden dann Medikamente gekauft und Stunden in Aquaristikforen in den Kategorien „Krankheiten und andere Probleme“ verbracht.

Das könnt Ihr euch alles sparen, wenn ihr meinen Rat befolgt:

Holt euch Fische die zu eurem Wasser passen oder sorgt für passendes Wasser!

Gehen wir davon aus Ihr habt nun  die passenden Fische gefunden und wollt nicht groß mit dem Wasser rumpanschen.
Dann ist der Weg zu einer einfachen Aquaristik mit schönen Fischen und Pflanzen schon so gut wie gepflastert.
Das war schon die schwierigste Sache an der Aquaristik 🙂

Der Wunsch nach einem Aquarium ist da , das Aquarium Deiner Träume auch schon in Sicht, dann kann es ja jetzt los gehen, aber warte noch, hast Du Dir das mit der Aquariumgröße auch gut überlegt?
Viele beginnen mit einem 60er Becken. (Ein Standardaquarium mit den Maßen 60x30x30 cm)
Das ist an sich nicht schlecht für den Anfang, aber es geht besser, bzw. einfacher.

Warum bei Aquarien – größer – besser ist —>

So entweder habe ich es geschafft euch zu überzeugen ein anderes Aquarium zu wählen oder ihr bleibt bei eurer Entscheidung.
Dann ist die nächste Frage die der Technik, beim Licht gehe ich jetzt mal von aus, das zu dem Aquarium welches ihr euch holt auch eine Abdeckung dabei ist, oder Ihr eine fertige Hängebeleuchtung installiert.
Wenn Ihr eine Standardabdeckung zu eurem Becken habt, dann werdet Ihr einen schönen Pflanzenwuchs hinbekommen, das Licht wird aber nicht für ein Naturaquarium ala Takashi Amano reichen.
Das wäre dann vermutlich ein Starklichtbecken, das zwar zweifelsohne toll aussieht, aber wohl mehr Erfahrung bedarf und vor allem etwas mehr Zuwendung.
Wenn Ihr hier mitlest und euch darüber informiert, wie man ein Aquarium „leicht“ pflegt und instand hält, dann gebe ich euch den nächsten Tipp, ein Naturaquarium ist eine geniale Sache, ich wage aber zu behaupten das jemand der keine Ahnung von der Aquaristik hat es schwer haben wird diesen Traum gleich umzusetzen. Lasst erstmal die Finger davon und versucht euch so mit der Aquaristik:
Das ist günstiger und auch wahrscheinlich einfacher.

Wenn es um die Frage des Filters geht, scheiden sich ein wenig die Geister.
Hier müsst Ihr euch entscheiden, Innenfilter, Außenfilter?
Ich bin nach Jahren der Innenfilterfraktion ein Befürworter des Außenfilters geworden, warum lest Ihr in folgendem Beitrag.

Meine Gedanken und Erfahrungen zu den gängigen Aquarienfiltern –>

So, nun je nachdem welche Fische euer Aquarium bewohnen sollen mögen die es meistens etwas wärmer.
Daher gibt es im Handel Heizstäbe, Matten oder z.B. Heizschläuche, welche helfen euer Aquarium auf eine vernünftige Temperatur zu bringen.

Wer heizen will oder muss, dem habe ich meine Erfahrungen zu den verschiedenen Aquarienheizern aufgelistet –>

Wollt Ihr auch hauptsächlich den vietnamesischen Kardinalfisch halten , so wie ich, benötigt ihr keine Heizung. (In beheizten Wohnräumen)
Die Umgebungstemperatur und die Abdeckung mit dem Licht geben genug Wärme ab, um in einem Bereich von 20 – 24 grad  Wassertemperatur zu liegen, optimal für die vietnamesischen Kardinalfische.

Der letzte Punkt an technischer Anforderung welche ich gerade bei schönem Pflanzenwuchs als zwingend betrachte ist eine CO2 Anlage.
Hier gibt es wieder eine Entscheidung zu treffen, CO2 mit einer Druckgasflasche und weiterem sinnvollen Zubehör oder die Bio CO2 Variante.

Wer es noch nicht weiß, was er nimmt, hier mal meine Gedanken zu CO2 Anlagen für Aquarien –>

Zusammenfassend haben wir nun folgende Dinge:

  • ein Aquarium mit Beleuchtung
  • wir haben den Filter
  • es gibt eventuell eine Heizung
  • und auch die CO2 Versorgung steht

Damit haben wir die wichtigsten technischen Punkte abgehakt und widmen uns nun dem inneren des Aquariums.

Aber keine Sorge auch das ist recht simpel, wenn man es nicht übertreibt, wir erinnern uns, mir ist es wichtig euch die Aquaristik so einfach wie möglich nahe zu bringen.
Übertreiben könnt ihr später immer noch, dazu bietet die Aquaristik genug Möglichkeiten, aber bitte erst wenn ihr genug Erfahrung von dem Grundsätzlichem habt.
Es sind Lebewesen die wir hier halten, das sollte man nicht vergessen.

Ok, die Technik steht, das Wasser rein soll ist klar, aber was ist mit dem Bodengrund?
Was soll man nehmen – Kies, Sand, Soil?
Man kann alles nehmen keines davon ist schlecht, nur würde ich euch wenn es einfach sein soll Kies empfehlen, warum könnt Ihr hier nachlesen, Der Bodengrund für das Aquarium –>
Jetzt wollt Ihr vermutlich auch schöne Pflanzen im Aquarium haben, welche Aquarienpflanzen ich uneingeschränkt empfehlen kann habe ich hier mal aufgelistet –> (später, Artikel ist in Arbeit)

Bei den Fischen, nun ja, da kennt Ihr ja meine Favoriten, als kleinen Tipp aber noch –  Garnelen sind zauberhafte Mitbewohner für friedvolle Fische und ergänzen sich hervorragend.

Alle Punkte geklärt, jetzt geht es los.

So nun haben wir das Aquarium inkl. der benötigten Technik, auch die Bewohner sind ausgewählt inkl. der Pflanzen.
Dann kann es ja jetzt endlich losgehen.

Mein Beispiel ein 60er Becken:  Schritt für Schritt zum fertigen Aquarium –> (Noch in Arbeit)